Teilnehmer der Mundartwerkstatt 2012
Ute Zimmermann
… und wieder sind wir international! Mit René Egles, dem berühmten elsässischen Liedermacher überschreitet die Bockenheimer Mundartwerkstatt nicht nur dialektale Grenzen, sondern auch staatliche. Alle LiebhaberInnen französischer Chansons werden die Musik von Egles schätzen und lieben. Im Abschlussabend der Werkstatt werde ich Ihnen in kleinen Gesprächen zwischendurch die diesjährigen Künstlerinnen und Künstler vorstellen. Es wird ein schöner Abend.„Verpassen Sie ihn nicht....
Ich freue mich Sie in der Emichsburg begrüßen zu dürfen!“
Ute Zimmermann
Ulrike Derndinger
Ulrike Derndinger (Jahrgang 1977) ist in Kürzell im Ortenaukreis auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sie hat in Freiburg im Breisgau katholische Theologie studiert und arbeitet heute als Redakteurin bei der Badischen Zeitung in Lahr im Schwarzwald, wo sie auch lebt. Sie ist mehrfache Preisträgerin des Gerhard-Jung-Preises für junge Mundartautoren und hat in der Sparte Prosa bei zwei Mundartwettbewerben 2005 und 2010 von Südwestrundfunk, Muettersprochgsellschaft und Badische Zeitung einen ersten und einen dritten Preis gewonnen. Sie ist Autorin der wöchentlich erscheinenden alemannischen Dialektkolumne "Lueginsland" in der Badischen Zeitung, hat eine CD mit eigenen Texten besprochen und schreibt am liebsten über das scheinbar Unscheinbare des Alltags und - oft zu deren Leidwesen - über die eigene Mutter.
Ulrike Derndingers blog ruht zur Zeit, kann aber natürlich immer noch angeklickt werden unter www.badische-zeitung.de/alemannisch
Peter Eckert
• geboren in Niederbexbach (Saarpfalzkreis), aufgewachsen in Saarbrücken,
Wahlheimat (aus Liebe) Wadgassen-Differten (Kreis Saarlouis)
• schreibt in „Sabrigger Bladd“, seit 1993 öffentlich, „alltagsphilosophische Spaziergänge des gesunden Menschenverstandes unter Leuten und Menschen, zwischen Gott und der Welt, ernst, heiter, verhalten ironisch, melancholisch, nachdenklich, vernünftig, radikalromantisch oder schlicht unsinnig, kurz gesagt: wie das Leben, nur halt zum Lesen“.
• Goldener Schnawwel des Saarländischen Rundfunks (SR) 1993
• weitere Spitzenplätze bei Wettbewerben (u.a. 1. Plätze 2001 Bockenheim, 2011 Dannstadt, 2001 SR)
• jüngstes Buch: Mundart-Asterix, „Die Sischel vun Gold“
• Mundart-Kolumne in der Saarbrücker Zeitung
• Mitgründer der Bosener Gruppe
• mit Edith Braun Aufruf zur Gründung des Mundartrings Saar e.V.,
dessen Vorstand er als Sprecher angehört
• seit 1995 fast 300 evangelische Andachten im SR, zeitweise auch in RPR (Angedacht)
• als ordinierter Prädikant seit 1998 u.a. regelmäßig Mundartgottesdienste
René Egles
René Egles ist der tiefgründige, philosophische und heimatverbundene Liedermacher aus dem Elsass. Er nimmt sein Publikum an die Hand und verzaubert es mit Warmherzigkeit und Lebenweisheit, ohne erhobenen Zeigefinger. René Egles kennt die Einsamkeit, die Freude und die Trauer, er liebt das Leben und den einfachen Genuss, der nicht auf Kosten anderer entsteht. Er ist ein guter Beobachter, ein Schlitzohr und Filou, ein schlichter und weiser Mann und zeugt vom Reichtum und der Tiefe der elsässischen Kultur. Und er kann sein Publikum zum Lachen bringen.
Konzert Tourneen führen ihn durchs Elsass, Deutschland, Oesterreich und die Schweiz.
"Seine Lieder sind kleine Liebeserklärungen an das Elsass und seine Menschen. Witz und Wehmut geben sich dabei die Hand, denn Egles besingt mitunter das Vergängliche, die Beschaulichkeit einer Sprache, die mehr und mehr untergeht."
1939 in Strasbourg geboren, möchte er als Liedermacher durch seine Texte und seine Musik auch einen konkreten Beitrag zur Rettung der elsässischen Muttersprache leisten. Er hat ein Kinderbuch und 13 Langspielplatten und CD produziert. Als Lehrer hat er im Rahmen des Programms " Langue et culture régionales " und “ Lerne die Sprache des Nachbarn” Schulen des Elsass besucht, um dort mit Kindern zu singen, zu tanzen, zu basteln und so den elsässischen Dialekt zu pflegen. Er hat viele Fernsehsendungen produziert: FR 3, ZDF, SWF, SDR, RAI ...
René Egles ist vielfach ausgezeichnet und geehrt.
Karin Ruppert
geboren 1936 in Speyer, seither mit kurzer Unterbrechung der Studienjahre (Romanistik)da wohnhaft. Vier Kinder. Mitarbeit in der Kinderarztpraxis des Ehemannes, ehrenamtliches Engagement in Kirche und Kommunalpolitik (Natur- und Denkmalschutz, Kultur..)
Seit Kindheit literaturbegeistert. Geduldige, belastbare Leserin. Beim Zusammenbruch der "deutschen" Werte am Ende des zweiten Weltkriegs blieb der Begriff "Heimat" unbeschädigt. Dabei spielte die Wochenendbeilage der "Rheinpfalz", der maßgeblich vom damaligen Chefredakteur Wilhelm Dautermann initiierte "Pälzer Feierowend" mit Geschichten und Witzen eine Rolle. Erster Einstieg in eigene Mudartdichtung beim Wettbewerb der "Sonntag Aktuell" 1988 zum Thema Frühling" Seit 1989 regelmäßige Teilnahme an Mundartwettbewerben, zunächst in Dannstadt, ab 1997 auch in Bockenheim, dort 1998 "Wilhelm-Dautermann-Preis" für das Gedichtbüchlein "Lewensscheier". 2003 1. Preis für "Sonnett".
Wesentliche Ermutigungen und Impulse durch freundschaftliche Kontakte mit Susanne Faschon 1992 bis zu ihrem Tod 1995 und Artur Schütt, in dessen Anthologien auch hochdeutsche Beiträge erschienen sind.
In der Mundartlyrik gebundene Form mit Endreim häufig. Ab 2000 Mitgestaltung von Pfälzer Mundartgottesdiensten in der Speyerer Dreifaltigkeitskirche (Kerch uff Pälzisch). Neue Texte zu bekannten Kirchenliedmelodien und Übertragung von Bibeltexten ins Pfälzische. Zwei szenische Spiele "Familjetreffe" (Jakob und Esau) 2010 und "Hochzeit zu Kana" 2011.


