Teilnehmer der Mundartwerkstatt 2015

Ute Zimmermann (Moderatorin)

Ute Zimmermann (Moderatorin)

Liebe Gäste - schön, dass Sie wieder bei uns sind!

Viele von Ihnen besuchen uns dieses Jahr schon zum sechsten Mal. Sie haben ihre mundartlichen Ohren geschult und freuen sich auf die moselfränkischen und schwäbischen Texte. Ursula Kerber und Hanno Kluge sind darüber hinaus versierte Vortragende, die sich dem Publikum – sollte es mal bei einem Begriff passen müssen – auch mit einem Augenzwinkern verständlich machen können. Die hohe Kunst des Erzählens beherrscht die Pfälzerin Silvia Calles - perfekt und charmant! In ihren Geschichten setzt sie Pfälzer Originalen ein sprachliches Denkmal oder beschreibt Alltagssituationen, als würde man selbst in einen Spiegel gucken. Pälzisch vun seinere schänschde Seit!. Mit René Egles Chansons und alemannischen Ansagen dürfen wir einen international gefeierten – ich möchte auch schreiben: geliebten – Künstler willkommen heißen. Alemannisch ist schwer zu verstehen? Manchmal ist das Herz das entscheidende Ohr!

Ute Zimmermann

René Egles

René Egles

Der Liedermacher aus Strasbourg ist überall ein gern gesehener Gast: bei den Freunden des französischen Chansons, bei den Kennern elsässischer Lebenskultur, bei den Liebhabern des gemütvollen Dialekts, bei all denen, die sich verbunden fühlen mit dem Elsass und dem Dreieckland, die sich einig sind im Widerstand gegen Heimatzerstörung im großen und im kleinen." " Seine klaren Aussagen und der weiche, trotzdem fesselnde Klang seiner Lieder, geben René EGLES einen Platz zwischen Protest-Sängern und Anhängern des traditionellen Volksliedes."

" Zeitkritisch, leise, unaufdringlich"- so beschreiben Zeitungsberichte die vielen Auftritte des bekannten Elsässer Liedermachers. Er hat seine eigene Ausdrucksweise gefunden, überwiegend sensibel und manchmal melancholisch, aber ohne gefühlselig oder allzu idyllisch zu werden. Unaufdringlich trägt er seine " Botschaft " vor, ohne in Platitüden oder Slogans zu verfallen . Der Zuschauer versteht instinktiv, um was es René Egles geht, und gerade durch das Leise, Eindringliche wird er umso glaubhafter." " Seine Lieder sind kleine Liebeserklärungen an das Elsass und seine Menschen. Witz und Wehmut geben sich dabei die Hand, denn Egles besingt mitunter das Vergängliche, die Beschaulichkeit einer Sprache, die mehr und mehr untergeht."

„ Er ist nicht riesig von Statur, aber riesig an Ausdruckskraft- René Egles, der tiefgründige, philosophische, heimatverbundene großartige Liedermacher aus dem Elsass nimmt sein Publikum an die Hand und verzaubert es mit Warmherzigkeit und Lebenweisheit, ohne erhobenen Zeigefinger. René Egles kennt die Einsamkeit, Freude ,Trauer, er liebt das Leben und den einfachen Genuss, der nicht auf Kosten anderer entsteht. Er ist ein guter Beobachter, ein Schlitzohr, ein Pädagoge, ein schlichter und weiser Mann – ein Konzert mit ihm ist etwas Wunderbares, auch für Kinder. Er bringt sein Publikum zum Lachen wenn er seinen  « allerliebsten Schatz » besingt, und mancher Zuhörer schnäutzt verstohlen in sein Taschentuch, wenn er tief bewegt über die Bedeutung und die Kraft der Mutterhände singt. René Egles zeugt von dem Reichtum und Tiefe der elsässischen Kultur, der Abend mit ihm wird Ihnen unvergesslich bleiben.

Silvia Calles

Silvia Calles

Silvia Calles, geb, 1965, verheiratet, ein Sohn, Bankkauffrau, Familienmensch aufgewachsen im Mehrgenerationenhaushalt.
Laienschauspielerin, Mundartbegeisterte, Chorsängerin, Fastnachtstauglich. Schreibfaul.
Seit sechs Jahren regelmäßig Auftritte im Schreiwerhaisl in Schifferstadt und zur Böhler Kerwe beim prot. Kirchenchor.
Erste kleine Gedichtveröffentlichungen in Müllers Unterhaltungsmagazin.  

Ursula Kerber

Ursula Kerber

schreibt seit 1999  Alltagsbetrachtungen vorwiegend in ihrem moselfränkischen Dialekt, Rodener Platt: “mei erscht Spròòch, Hochdeutsch kam erst in der Schule dazu”.
Sie ist Mitglied des Literatur-Kolloquiums “Bosener Gruppe” und Vorstandsmitglied des grenzüberschreitenden Vereins “Gau un Griis”, dem Verein zur Erhaltung und Verbreitung der fränkischen Sprache.
2007 Veröffentlichung ihres Buches “Kläänen Moment”.
Weitere Lyrik- und Prosa-Texte u.a. in Anthologien, in der Literaturzeitschrift “Paraple” und auf ihrer Website www.utrivia.de

Hanno Kluge

Hanno Kluge

seit 1980 Beschäftigung mit der Mundart - Buchveröffentlichungen: ooglooga (vergriffen), Geschichten vom Dorf( vergriffen), aus’m Gluufahäfele (vergriffen), Das Fenster zum Hof(vergriffen), Heimat ist da, wo man dich versteht (vergriffen), Woisch noh? (vergriffen), Kommet noh rei! Silberburg-Verlag Tübingen 2004 Käsreitergschichta Silberburg-Verlag Tübingen 2011
weitere Veröffentlichungen in Anthologien und in der Presse, zahlreiche Lesungen, auch im Rundfunk
2. Preis beim Autorenwettbewerb des Freien Deutschen Autorenverbandes (1990), Sebastian-Blau-Preisträger und 1. Preis beim 12. Zuffenhausener Mundartdichter-Wettbewerb (2002), Sebastian-Blau-Preisträger (2008), Ehrennadel für Verdienste in der Heimatpflege (2014)

„Man braucht nicht einmal eine ganze Hand, um die schwäbischen Mundartautoren aufzuzählen, die wirklich Lyrik schreiben können. Hanno Kluge gehört zu ihnen.“ (Prof. Dr. Norbert Feinäugle)
Seit Juli 2005 Käsreiter-Kolumne in der Samstagsausgabe der Sindelfinger  Zeitung/Böblinger Zeitung unter dem Titel „Auf gut schwäbisch“.